Die letzte Rose

Is it real real real real love? Das fragen wir uns doch am Ende alle. Wenn es schon privat bei uns nicht läuft, dann doch wenigstens einmal die Woche bei RTL. Da ist das eigene Singleleben plötzlich nur noch halb so schlimm. Man könnte schließlich auch als Badenixe an einem Pool in Miami enden, mit 21 anderen um nur einen Mann buhlen, Unmengen an Alkohol konsumieren und mit Leberzirrhose den Rückflug antreten, während eine andere die letzte Rose bekommt. Big Love.

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Beobachtungsgabe

Das letzte woran ich an diesem Wochenende denke, ist einen neuen Kerl kennen zu lernen. Denn ich habe ehrlich gesagt noch am letzten zu knabbern und der liegt mir schwer im Magen. Hält mich natürlich nicht vom Trinken ab. Und schon gar nicht vom Feiern.

In dieser Nacht wird sich nur halbherzig umgesehen, ohne Absichten. Meine Teilzeit-Mitbewohnerin hat einen heißen, großgewachsenen Typen ausgemacht. Recht hat sie. Sie ist zu schüchtern. Ich würde ihn sofort für sie ansprechen. Aber sie will erst einmal beobachten.

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Und wenn er nicht gestorben ist… Teil III

Bis zu meinem Abflug vor sechs Wochen schreibt er mir regelmäßig, als wöllte er mir beweisen, dass er es ernst meint. Ich bin überrascht und ich freue mich darüber. Gleichzeitig zweifele ich daran, dass das so weiter geht.

Am ersten Reiseziel angekommen, habe ich zwischendurch immer wieder WLAN und schicke ihm Bilder von der Reise. Das hat er sich gewünscht. Jeden Tag schreiben wir hin und her. Er stellt Fragen, nimmt Anteil an meinen Erlebnissen, schreibt, dass er gern dabei wäre. Und ich glaube immer mehr: Ich verliebe mich in die Vorstellung, dieses Mal Glück zu haben. Male mir aus, dass er mich vielleicht vom Flughafen abholt, wenn ich zurück komme.

Er schafft es meine Zweifel über tausende Kilometer hinweg wegzuwischen. Ich bin über mich selbst überrascht, denn ich fange an zu vertrauen.

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Auf Wiedersehen… Teil II

Das dritte Date mit Mr. Tattoo geht mir nicht aus dem Kopf. Am Sonntag danach schlägt er vor, am Nachmittag durch einen Kiez zu schlendern und irgendwo was zu essen. Irgendwann genießen wir die Wintersonne auf einer Bank und er küsst mich. Und das kann er wirklich gut.

Ich finde das total kitschig, so auf der Parkbank zu sitzen, rumzuknutschen und die Hände nicht von einander lassen zu können. Die Sonne scheint, die Vöglein zwitschern, überall andere Pärchen. Nicholas Sparks zückt sicher gerade irgendwo sein Notizbuch… Ich bin überfordert, denn mich beschleicht das Gefühl, plötzlich dazu zu gehören. Er amüsiert sich über mich. Aber das ist ok.

Wir wissen beide wie kitschig die Szenerie ist und lachen darüber.

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